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seltsam...

heute abend zufällig beim zappen erwischt:

aufregung bei "hart aber herzlich fair" als professor hendrik speck seine aussage wiederholt, dass betreiber sozialer netzwerke mehr profildaten zur verfügung stehen, als dazumals der stasi.
wieso? facebook kommt auf circa hundertfünfizig millionen mitglieder, die ddr hatte an die zehn mal weniger einwohner.

die aussage ist doch nicht einfach seine persönliche ansicht, sondern fakt.
wie zum teufel kann man da auf die idee kommen, wegen sowas rumzumosern?

schnell wieder wegzappen...

coming up next: musik. videos, illustrationen und weitere gründe weshalb bloggen doof ist.
25.6.09 00:37
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


truetigger / Website (25.6.09 09:25)
Mit einem Unterschied: die Stasi hat die Daten GEGEN den Willen der Betroffenen erschnüffelt (so wie der aktuelle deutsche Staat bei der Vorratsdatenspeicherung oder den Zugriffen auf die Mobilfunk-Bewegungsprofile), während den sozialen Netzwerken die Infos freiwillig überlassen werden.

Beim Datenschutz werden aktuell ne Menge Dinge zusammengerührt, die einzelne Probleme sind:

* ja, in sozialen Netzwerken (auch auf ich-such-einen-Fickfreund-"Erotik"-Seiten) gehen viele Menschen sehr sorglos mit ihren Daten um: Da kann man aber selbst drauf achten.

* über Google-Ads & Co existieren schon jetzt ziemlich mächtige Strukturen, die unser Surf-Verhalten analysieren, um uns mit personalisierter Werbung zuzuspammen: da kann man nur sehr wenig eingreifen (AdBlock, NoScript & Co)

* über staatliche Stellen werden Daten abgegriffen, deren Erzeugung wir nicht beeinflussen können - und abgesehen von den Möglichkeiten, dass man unschuldig ins Visier der Rasterfahndung gerät ist auch die Gefahr gross, dass solche Daten in falsche Hände geraten: Netzwerk nicht gesichert, DVD an die falsche Adresse verschickt, Laptop mit geheimen Daten bei der Prostituierten als Ausgleich für gewisse Dienstleistungen gegeben (ist in England schon vorgekommen)

Klar müssen die Leut begreifen, dass sie SORGSAM damit umgehen sollten, was sie von sich aus im Internet an peinlichen / privaten Details ausbreiten - aber "Stasi" trifft eher an unsere überbesorgten Innenminister, die gegen unseren Willen unsere Daten sammeln.

Ach ja: bei "Hart aber fair" wird eh soviel Blödsinn geredet, die Moderatoren zeichnen sich durch Ahnungslosigkeit aus und die Diskussionsteilnehmer vertreten ihre eigenen Überzeugungen, ohne je auf Argumenten einzugehen. Eine Sendung, die man sich generell schenken kann.


jafa (25.6.09 11:17)
danke tigger.
ich wollte mit diesem post keinesfalls eine diskussion anzetteln.
natürlich sind mir all diese punkte bekannt und ich bin fast sicher, dass das auch auf meine leser, solltest du denn nicht der letzte sein, zutrifft.
um nichts anderes, als um die aussage, dass man nicht ganz so unbedacht im netz mit seinen daten um sich schmeissen soll, geht es speck. und damit er auch gehört wird, verpackt er diese aussage in eine sogenannte "provokation".
ich meinerseits wollte lediglich wieder einmal auf die menschliche dummheit hinweisen, die es nicht einmal schafft, einen satz anzunehmen, wie er da steht, ohne selbst etwas herein zu interpretieren. genauso wenig wie eva herman behauptet hatte, dass der nazionalsozialismus gut war, genauso wenig würde der in der ddr aufgewachsene professor ein social network mit der stasi vergleichen.
es wird einfach nicht mehr zugehört. und das ist nicht das problem von "hart aber fair" bzw. auch jeder anderen tv-talkshow, sondern eben der verblödenden menschheit generell.


truetigger / Website (25.6.09 11:58)
Selbst über die verblödete Menschheit kann man diskutieren. Ich persönlich glaub nicht, dass wir VERBLÖDEN, sondern dass wir immer schon deppert waren und es jetzt, wo Blogs, Twitter und "social networks" (allein das Wort, *örks*) idiotensicher zu bedienen sind, eben diese Vollkoffer ihre simple Beschaffenheit auch noch stolz präsentieren und so den IQ-Stand der Menschheit aufzeigen.


jafa (25.6.09 13:24)
eine sehr interessante these, herr tigger.
dass wir schon immer blöd waren, darüber sind wir uns einig. trotzdem bin ich der meinung, dass mit der erfindung des privatfernsehens eine verblödung eingesetzt und sich seit dem web 2.0 sogar noch verstärkt hat.
aber hey, - keine schuld den anbietern, die die leute zwar angefixt haben, jetzt aber lediglich das bedürfniss nach immer mehr geistigem dünnschiss befriedigen. die quote bzw. die clickrate regiert.
nein, wir wollen verblöden, sofern es denn so etwas wie "freier wille" tatsächlich gibt.

ja, wenn wir schon beim philosophieren sind...


kranke Schwester (25.6.09 18:29)
Für mich seid ihr beide Philosophen.
Dumm bleibt dumm. Seit wann und weshalb ist dabei völlig schnurz. :-p

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