blogpost, das ziemlich nervig sein kann, vor allem für die altleser
weil wieder auf den ewig selben themen rumgeritten wird
eigentlich wollte ich ja etwas zum thema internetsucht schreiben. muss das aber auf nächsts mal verschieben. ich wurde nämlich wieder mal gefragt, warum ich vegetarier sei. nicht "ah cool, wielange schon?" sondern "oh. warum?"
wenn leute heutzutage immer noch fragen müssen, weshalb jemand vegetarier ist, dann haben die doch so ziemlich gar nichts verstanden. (oder wissen noch gar nichts, weil sie die falschen zeitungen lesen und die falschen tv-sender schauen)
ich bin wahrscheinlich die höchste form des egoisten, die es gibt. jeder ist für sein leben selbst verantwortlich und soll so leben, wie er am besten zurecht kommt damit. so mach ichs und so sollen es die andern machen. aus meiner sicht machen es die die andern zwar verkehrt, aber hey - wer bin ich, denen reinzureden, wie sie zu leben haben? wenn es aber mal einer drauf anlegt und mich fragt, dann sag ich halt auch meine meinung. da sag ich dann: "ja, klar, kann man sagen, das war halt schon immer so, dass alles ungerecht verteilt ist auf dieser welt - abgesehen davon, dass das kompletter blödsinn ist - kann man das sagen, oder man kann sagen okay, wenn es schon so ist, dann trage ich wenigstens daran keine mitschuld. oder zumindest zu einem wesentlich kleineren teil als du." so. dann kommen noch die üblichen rechtfertigungen und was sie denn sonst so alles tun und blah. und ich so: "ja ja, genau." es tun ja alle was. klar. einmal im monat im bio-laden einzukaufen gehört zum guten ton und ja, der hagen rether hat ja schon recht...
sagt mal, mein ich das nur, oder finden den tatsächlich plötzlich alle gut? es kommt mir echt so vor, als wäre es richtig chic geworden, den gut zu finden. und ich frage mich, wieviele von den leuten, die den gut finden fleisch essen. wie viele von denen, wenn sie im supermarkt eier kaufen, einfach die billigsten nehmen. und bei den tomaten die grössten und saftigsten. wieviele von denen coca cola trinken oder bei mc donalds essen. nike tragen oder bei H&M oder C&A einkaufen. oder bei aldi. wieviele von denen wohl shell, BP oder esso tanken? bzw. überhaupt nicht ein bisschen viel autofahren, mehr als nötig? und ich frage mich, ob die nicht mehr rtl, sat1, pro7 schauen als arte, phönix, ard. oder eventuell sogar ausschliesslich. und falls ja, woher zum teufel die denn hagen rether kennen.
schmeisst euren fernseher raus. lest bücher. lest "das neue schwarzbuch der markenfirmen" lest "uns gehört die welt!" lest "korrupte medizin" lest "domino" lest von mir aus auch "anständig essen" oder "tiere essen"
Gegendarsteller
/ Website
(10.11.11 22:56)
Ich bin selbst kein Vegetarier, esse jedoch in letzter Zeit sehr wenig Fleischliches, was daran liegt, dass ich bei Fleischwaren auf die Qualität achte was ich mir nicht wirklich leisten kann.
Wie auch immer, die Vegetarier, die ich kenne, sind es aus unterschiedlichen Gründen, der Grossteil nennt die gleichen Gründe wie du, andere vertragen es nicht, es schmeckt ihnen nicht, sie trauern dem einzelnen Tier nach usw..
Da ich unterschiedliche Gründe kenne, würde ich wohl auch eher wieso fragen, anstatt wie lange. Utilitaristisch betrachtet ist doch die Frage nach dem Grund auch viel sinnvoller. Da erhalte ich dann ne Antwort wie "Ich hab früher eh nur bei Mc's und so Fleisch gegessen und dann dachte ich mir ich kanns auch gleich sein lassen." Aus der sich das Gespräch weiterentwickeln könnte, würde die Frage nach der Dauer nicht ohnehin zur Nachfrage des Grundes führen, wenn nicht dieser sogar schon ohnehin genannt wird?
jafa
/ Website
(10.11.11 23:52)
das mit der dauer war ja auch nur ein beispiel.
es geht mir darum, dass die leute, die nach dem grund fragen, wirklich nicht wissen, weshalb man so was tun könnte. wenn jemand fragen würde "ah, cool. wegen ____________, oder weil __________?
wenn ich merke, dass sich das gegenüber mit dem thema auskennt, hab ich wirklich nichts dagegen, wenn es mitreden will. aber ahnungslosigkeit bei menschen ist wirklich anstrengend.