jaha. hier wird, das ist bekannt, noch auf leserwünsche eingegangen. und deshalb gibts nun die kurzkritiken der drei
bereits hier erwähnten nachschlagewerke. für alle, die auch gerne mal etwas anderes, als kriminal- und liebesromane in die hände nehmen.
1.
richard david precht : "wer bin ich und wenn ja, wie viele?" grob gesehen eine einführung in die philosophie. wer sich schon etwas damit beschäftigt hat, wird im ersten teil eventuell auch schon mal etwas erzählt bekommen, das er bereits kennt. das meiste allerdings wird neu sein. speziell die ergebnisse diverser hirnforschungen sind äusserst interessant. kompetent führt precht durch alle disziplinen. und die fragen sowie deren antworten werden je länger je spannender.
brauchen wir andere menschen? warum soll ich gut sein? ist moral angeboren? ist abtreibung moralisch? soll man sterbehilfe erlauben? und deren viele mehr.
das ganze kommt auch, wie es sich für gute sachbücher gehört mit einem ausgiebigen literaturverzeichnis.
wenn das thema interessiert, ist es auf jeden fall empfehlenswert.
2.
dr. eckart von hirschhausen : "glück kommt selten allein" der zweite streich des "lustigsten arztes deutschlands" handelt also vom glück. darüber gibt es schon so einige bücher. sagt er auch selber. ich habe keines davon gelesen und auch dieses hat mich eigentlich nie gross interessiert, obwohl mir "die leber wächst an ihren aufgaben" gut gefallen hat. aber glück? und dann noch so viel bilder drin... letztens hatte ich wieder mal meine liste abgearbeitet und mein bestelltes war noch nicht da. und so hab ich mir das doch noch geschnappt. und ja, ich fands gut. locker flockig unterhaltsam geschrieben und natürlich trotzdem fundamental kompetent. kann man gut mal zwischendurch oder neben was anderem her lesen. mir hat er zwar nicht viel neues erzählt, aber ist doch toll, seine ansichten, die sonst nicht unbedingt viele verstehen, bestätigt zu sehen.
so viele leute, die sich das leben selbst schwer machen... sie sollten einfach dieses buch lesen.
3.
"michael jürgs : "seichtgebiete - warum wir hemmungslos verblöden"auch nicht viel neues erzählt jürgs, wenn er dem fernsehen die schuld an der flächendeckenden verblödung zuschiebt. aber nicht nur dem allein. die eltern bekommen ihr fett weg und zwar auch die der oberschicht. so direkt und bitterböse hätte ich das ganze übrigens wirklich nicht erwartet. er kann froh sein, dass dieter bohlen und mario barth keine bücher lesen. es hätte bestimmt per einstweiliger verfügung vom markt genommen werden müssen. auch muss mehrfach namentlich der mutterkonzern seines verlagshauses dran glauben, was seine these, dass es keine lektoren mehr gebe im verlagswesen, stützt.
ich bin zwar erst bei etwas über der hälfte, aber ich ich kann es jetzt schon empfehlen. vor allem auch allen, die meinen, dass es so schlimm doch noch gar nicht wäre.
(und allen, die frauentausch schauen.

)