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das richtige bier zur richtigen musik (oder umgekehrt)

pro-tipps vom biersommelier

werte leserschaft, liebe freunde des gehobenen genusses

bier und musik. das einzige von dem ich ahnung habe. mit diesen zwei dingen habe ich mich in den letzten fünfundzwanzig jahren beruflich auseinander gesetzt. was also liegt näher, als die beiden themen in einem blogpost zu vereinen? (und wenn es schon so nahe liegt, weshalb komme ich erst jetzt auf diese idee? - fragen über fragen...)

anyway, hier nun der erste teil einer neuen "welches bier passt zu welcher musik"-serie.
das ganze ist übrigens gar nicht so einfach, wie es auf den ersten blick scheint. ich bin verdammt lange da dran gesessen. damit das ganze eine perfekte harmonie ergibt, braucht es verdammt viel finetuning.
ich werde das ganze relativ einfach beginnen und danach mit jedem neuen genre etwas steigern. erst wird pauschalisiert und dann gibt es jeweils je einen konkreten vorschlag, also ein bestimmtes bier zu einem ganz bestimmten album.
also zum beispiel sage ich: "zu den charts passen am besten fancy beers. konkret: lady gaga. hierzu passt perfekt ein schöfferhofer birne - ingwer."
so in etwa, nur halt in seriös und ausführlich sowie mit besserer mucke und besseren bieren. viel spass damit.


1. grunge / punk
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pale ale / IPA


so. hier fängt es einfach an und wirkt auf den ersten blick so, als stände nicht viel hinter dieser kunst der musik-bier-sommeliererei. ich habe es jedoch bei den konkreten beispielen absichtlich plakativ gehalten. erstens trinkt das auge mit. und vor allem das hirn. genauer gesagt das unterbewusste. und zweitens sind es wirklich ausgezeichnete und vor allen dingen erfrischende biere, die man auch wirklich kühl trinken kann.
mit grunge und punk assoziiert man moshen und pogo. da will man etwas kühles und erfrischendes. aber es soll doch bitteschön auch noch etwas geschmack haben.

-> pale ales und india pale ales sind hopfenbetonte biere. im gegensatz zu pils wird aber nicht ausschliesslich bitterhopfen verwendet, sondern die bittere des bitterhopfens mit diversen aromahopfen ausbalanciert.
also wirklich: lager passt doch eher zu status quo.

serviervorschlag nr.1:



das bier stammt von bad attitude und ist, zugegebenermassen, ausserhalb italiens und der schweiz schwierig zu bekommen. alternativ funzt aber antürlich auch ein anderes leckeres pale ale. am besten kommen immer die von brewdog. die findet ihr in einem guten bierladen oder in ihrem onlineshop. anyway - probiert es aus:
wartet auf den nächsten sommertag.
macht alle fenster und nirvana volle kanne auf
und hängt euch mit einem kalten pale ale in den fensterrahmen
und für neunundfünfzig minuten herrscht weltfrieden. wirklich.

serviervorschlag nr. 2:



eben. ich hätte natürlich auch insider-tipps für die musik nehmen können. aber diese beiden scheiben sind einfach erstens mal schon sehr geil und zweitens auch schon alt genug für euch jungen schnösels, sie zu entdecken. (und für die alten säcke unter euch, sie wiederzuentdecken.) zwei scheiben, die in jede gute sammlung gehören. kult, purer kult. und das bier passt einfach perfekt dazu. wirklich.


2. streicherbetonte klassik
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spontangärige


ach, was gibt es schöneres, als sich in den schönen, nebligen herbsttagen, mit einem schönen glas rotwein in eine kuschelige ecke zu verkriechen und dazu irgenein violinkonzert?
gut, wenn man bis zur dämmerung wartet, funktioniert das in jeder beliebigen jahreszeit. und jetzt die good news: es geht sogar ohne wein. bierkenner werden jetzt natürlich direkt an barley wine denken, klar, geht auch. aber für den habe ich mir für die nächste folge etwas anderes, tolles ausgedacht. diese kombination hier ist eventuell etwas mutiger, aber ich habe sie ausprobiert und sie funktioniert ganz fabelhaft.

-> spontanvergorenen bieren wird während der gärung keine hefe zugesetzt. der tankdeckel bleibt offen und das bier holt sich aus der luft, was es braucht. bei folgendem tipp ist die restsüsse genial in die säure eingebettet und ein typischer vertreter, dieser biere, die auch frauen gerne haben, die sonst bier nicht unbedingt mögen.

serviervorschlag:



das duchesse du bourgogne ist also genau so süss-sauer, wie kyoko takezawa's interpretationen dieser stücke aus mendelsohn's violin-konzerten bitter-süss. und macht das wirklich nicht zu kalt. 12-15° sind zum einstieg ideal. und dann:
licht dimmen.
sich's sehr bequem machen.
entspannen.
alle nebengeräusche ausschalten.

stille.

musik an.
und jetzt der erste schluck.
himmlisch...


...to be continued



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1.5.13 18:58



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