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jafa vs. hip hop-dödels II

3.9.07 23:13


einer der schönen momente im virtuellen leben

wenn man auf eine schüchterne anfrage an thiloS die antwort erhält
"es wird mir eine ehre sein."

ab montag ist er hier also ehrengast. drei wochen lang.
da dürft ihr euch aber freuen, meine lieben!
5.9.07 11:00


einer der schönen momente im realen leben

führerschein beim ersten versuch schaffen. locker. und das mit ü40.
5.9.07 21:22


Ich bin dann mal da

So. Bitte nicht an mir stören. Ich bin hier nur die Urlaubsvertretung. Soll hier quasi die Blumen giessen und darauf aufpassen, daß die Katze genug zum Fressen hat und nicht auf das Sofa kackt.

Schön nett hats der jafa hier.

Was machen wir jetzt zusammen? Wir könnten eine wilde Party schmeissen. Ich lade ein paar Pornofilme herunter und stelle hier die links ein, oder so. Oder ich lösche. Einfach alles. Oder würfle die links durcheinander.

Haaach, ich könnte hier ja sooo viel Unfug machen. Das Klavier verstimmen. Den Blognachbarn beschimpfen.

Andererseits: dann kommt der jafa aus dem Urlaub (er befindet sich auf einer Pilgerreise nach Santiago die Comopostella mit den Jungs, seiner Ische und seiner Harley) und findet hier einen Saustall. Und hasst mich.

Obwohl: das bin ich ja gewohnt.

Ich wässere jetzt ersma die Blumen. Vielleicht ruft er ja gelegentlich an. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
7.9.07 12:37


Tag 1

Ja, da danke ich mal für die warmen warmen Worte zur Begrüssung. Ich denke, ich habe sie verdient.

Ich hatte es ja schon zu jafa gesagt: "jafa" habe ich gesagt, "jafa, Sonntags arbeite ich nicht, gell" Da muß die Katze eben hungern und die Blumen müssen dürsten.

Ich habe aber vorsorglich Hühnerinnereien (nicht zu verwechseln mit Hühnerinneneiern, oder, wie jafa sagen würde: )


in den Flur gekippt, dann kann sich das Tier alleine ernähren. Oder es frisst die Ratten, die die Innereien angelockt haben.

Ja, jafa macht sich ja bereit für seinen Sexurlaub in Bangkok? Bankok? Bankhock? in Thailand und ist vorhin losgezogen, um sich Tabletten gegen Syphillis und Durchfall zu holen, damit er keine Souvenirs mitbringt.

Die Einreisebestimmungen sind aber auch hart: so dürfen beispielsweise nicht mehr als 200 Gramm harte Drogen eingeführt werden, um den heimischen Markt nicht zu schädigen und 360 Garnituren Unterwäsche werden auch empfohlen, falls es bei Zuwiderhandlung zum längeren Aufenthalt in thailändischen Profanbauten kommen sollte.

Ich drapiere hier derweile die Innereien etwas nett und werde sehen, was am Montag noch davon da ist.

Ein schnödes Wochenende wünsche ich.

(Übrigens möchte ich ganz kurz und nebenbei erwähnen, daß ich sehr stolz auf das von mir gebastelte Bildchen bin. Ich kann das nämlich nicht. Deswegen wären Lobeshymnen jetzt ziemlich angebracht, wie ich finde!)
8.9.07 11:59


Tag 3

Sehr schöne Basteleien. Ich bedanke mich und zähle den Countdown vorwärts, bis jafa endlich wieder da ist, natürlich weiter.

Jafa befindet sich ja voll in den Reisevorbereitungen zu seiner Südpol-Expedition, ich habe ihm vorhin schonmal kurz die Hawaii-Hemden eingepackt. Ich sagte "jafa", sagte ich, "jafa, stell Dir vor, Dein Flieger macht eine Bruchlandung oder die Schlittenhunde verenden. Dann holen Dich die Amerikaner und schaffen Dich in ein Sanatorium nach Hawaii. Und dann hast Du nichts Passendes zum Anziehen." Das hat er auch eingesehen. Nur die Badelatschen, mit denen er mich im Normalfall schlägt, die wollte er nicht einpacken.

Ja, die Hühnerinnereien sind fast komplett weg und durch einen halben Rattenkadaver und etwas Katzenkotze ersetzt, ich hab das vorhin mal weggemacht und hoffe, daß der Hausnachbar auch im Urlaub ist. Ansonsten erlebt der nachher eine ziemlich böse Überraschung.

Für alle Daheimgebliebenen empfehle ich übrigens folgendes Buch:

Dazu der STERN:
Vertriebene jammern über die verlorene Heimat und verwechseln dabei Ursache und Wirkung. Ein erschütterndes Zeugnis unreflektierter Heulerei, das in jeder ernstzunehmenden Büchersammlung fehlen darf.

Focus:
Nach der Lektüre fragt man sich unweigerlich, warum die Leute nicht schon früher vertrieben wurden.

Deutsche Nationalzeitung
Gäbe es die schöne deutsche Tradition der Bücherverbrennung noch - dieses Buch wäre ein wirklich heisser Kandidat.

Unbedingt lesen! Und dann einen wackelnden Tisch damit ausgleichen.
10.9.07 12:39


Tag 4

Nachdem es ja schon schwer auf Weihnachten zugeht, habe ich beschlossen, jafa eine kleine Freude zu machen, sobald er aus dem Urlaub zurückkommt und werde den Gummibaum etwas weihnachtlich schmücken. Mit den Fleischresten, die mir sein verdammter Nachbar, dieses Dreckstück, vor die Haustüre geschmissen hat.

Jafa befindet sich ja derzeit voll in den Vorbereitungen für seinen Kurztrip nach London, wo er eine Audienz bei der Queen hat. Ich bin schon ein bisschen stolz, denn das Event für ihn zu organisieren, hat mich ziemliche Mühe gekostet. Ich musste all meine Kontakte spielen lassen, auch Bestechungsgelder und ein Beischlaf sind geflossen, aber es hat dann doch geklappt:

Mary I. wird ihn tatsächlich im "Sherlock Holmes" für eine volle fette Viertelstunde empfangen. Sie ist die einzig wahre Drag-Queen von London! Jetzt hoffe ich nur, daß er die Einladung auch richtig gelesen hat und mit den Rosen nicht vor dem Buckingham-Palast auftaucht.

Falls Ihr bereits mit dem Schlesien-Buch fertig seid, empfehle ich Euch folgendes kleine Werk:



Ihr werdet ziemlich schnell damit durch sein, denn Opa ist senil und hat tatsächlich alles vergessen, weswegen das Buch erfreulich dünn ist. Dafür raucht er aber echtes Gras in seiner Pfeife und stinkt das komplette Pflegeheim aus. Unbedingt zulegen und dabei Gras rauchen!
11.9.07 12:52


Tag 5

Ich befürchte, die Sache mit dem Gummibaum war keine gute Idee. Zwar hat das Fleisch eine schöne, weihnachtlich grüne Färbung angenommen, aber irgendwie...

Also: es riecht. Das Fleisch. Und es sieht so aus, als wäre jafas Katze vor dem Baum von einer Granate zerfetzt worden. Die habe ich außerdem nun auch schon einige Tage nicht gesehen. Die Katze. Nicht die Granate. Die Katze ist auch nicht so die Granate. Ist so eine Schwarze. Mit absurd kleinen Ohren und einem nackten Schwanz. Eigentlich auch ziemlich klein für eine Katze. Wenn ich das Vieh finde, dann mach ich mal ein Photo. Ziemlich hässliches Tier. Ich werde da was machen müssen. Mit dem Gummibaum. Nicht mit der Katze. Schade. Ich fand die Idee so nett.

Ja, jafa steckt ja bis über beide Ohren in seinen Reisevorbereitungen zum Schlachtfeld von Verdun. Ich habe wirklich versucht, ihm die Sache mit dem Metallsucher auszureden. Aber er will und will nicht auf mich hören. "ThiloS" hat er gesagt "ThiloS, da liegen noch Hekatomben Sprengstoff und Knarren in der Erde. Das wäre doch mal ein schönes Reiseandenken, so eine Gasgranate." Wozu will er nach Verdun, wenn er hier den Gummibaum haben kann?

Für alle, die "Opas Kräuterwissen" durchhaben und nun mit einer Lungenembolie im Krankenhaus liegen, habe ich eine schöne kurzweilige Lektüre, ein Tier- und Photobuch:



Aus dem Klappentext:

Ein ganzes Leben als Kutscher. Klaus Müller hat das fotografiert, was sich ihm lebenslang als täglicher Anblick geboten hat. Ein Buch für alle Pferdefreunde, die es nicht länger bleiben wollen. Und Sodomisten.

Viel Spaß damit.
12.9.07 11:38


Tag 6

Ich habe den ekligen Gummibaum wieder abgeräumt. Es war sehr interessant, zu sehen, wie viele von diesen schwarzen Fliegen es doch noch Mitte September gibt. Einige Tausend dürften es im Laufe des gestrigen Tages geworden sein. Ich habe jetzt überall diese klebrigen Fliegendingers aufgehängt. Aber der Einzige, der bis jetzt daran hängengeblieben ist, bin ich. Aber es sieht hübsch aus. Hat was von Silvesterdeko. Knapp 50 Stück habe ich an die Holzdecke genagelt. Hat mich den ganzen Tag gekostet. Es ist echt doof, daß jafa keine Reiszwecken im Haus hat. Ich musste so normale Nägel nehmen. Aber ich denke, die Löcher lassen sich leicht wieder zuspachteln.

Die Katze ist immer noch verschwunden.

jafa selbst ist gerade unterwegs, um letzte Reisevorbereitungen für seine Reise zu unbekannten Völkern im Amazonasbecken zu treffen. Er hat sehr viel Gold gekauft, das er dann gegen billige Glasperlen tauschen will. Ich finde das eigentlich einen guten Plan, aber irgendwie scheint mir da ein Fehler zu sein. Aber ich komm nicht drauf.

Wer mit dem Pferdebuch durch und romantisch veranlagt ist, dem sei das neue Buch von Uschi Senftenbichler empfohlen:



Aus dem Klappentext:
Der neue Liebesroman von Uschi Senftenbichler: einfühlsam, spannend und mit idiotischer Handlung. Dieters Kopf wird während eines Sturmes dauerhaft in seinem Schirm eingeklemmt. Kann er trotzdem die schöne Helga für sich erobern?

Viel Vergnügen und geht bitte nie mit Schirm aus dem Haus
13.9.07 10:36


Tag 10

Es geht mir nicht gut. Ich hätte beim Abräumen des Gummibaumes lieber doch nicht noch einmal von dem Fleisch probiert. Ich hatte eine satte Lebensmittelvergiftung und musste mir deswegen einen neuen Computer kaufen, auf dem Vindovs Wiesta ist . Von beidem war mir sehr schlecht geworden und ich musste mich leider übergeben. Deswegen konnte ich nicht für zum Blumengießen kommen und die Scheiss-Katze füttern.

Jafa ist voll im Urlaubsstress und trifft gerade allerletzte Vorbereitungen für seinen Trip nach Tschernobyl. Er hat große Probleme mit dem Bleianzug und fällt im Obergeschoss ständig auf die Fresse. Das stört sehr beim Blumengießen. Ich hoffe nur, er kann den Geigerzähler verwenden, den ich ihm aus einem alten Radiogerät gebastelt habe. "ThiloS" hat er zu mir gesagt, "ThiloS, das bringt nix." So ein Quatsch. Natürlich bringt das was. Radioaktivität hat ja wohl was mit Radiowellen zu tun, es war wirklich die einfachste Sache der Welt. Wenn er dann in Tschernobyl ist, dann kann er prima Wellen empfangen, falls da radioaktive Wellen sind und er sich verdrücken muss.

Wie ich sehe, hat ja der Senftenbichlerroman hier rege Wellen geschlagen. Allen, die ihre eigenen Kinder noch erziehen möchten, lege ich deshalb folgendes Buch ans Herz:



Schluß mit der weichen Welle und der Supernanny. Simone van Hinten greift in ihrem neuen Ratgeber für gestresste Eltern auf ein gutes altes Hausmittel zurück: die Schläge.

Aus dem Inhalt:
- Schlagen: uraltes Mittel der Züchtigung
- Ohrfeigengesichter und woran man sie erkennt
- wenn die Hand ausrutscht: "shock and awe" als Erziehungsmethode
- Schmerzhafte Zonen
- erlaubte und unerlaubte Hilfsmittel
- Schlagen ohne sichtbare Spuren
- Ausreden und Erklärungen


Dazu die Presse:

Teheraner Rundschau: ein absolutes Muss für alle Eltern, deren Kinder die 5 täglichen Gebete nicht verrichten wollen

Peking-Gazette: die abgegebenen Tipps wurden von unserem Inlandsgeheimdienst wohlwollend zur Kenntnis genommen

Ulundi Tageblatt: Mbele omombo da umtata zulu mbeking daralla lmumbu

Viel Erfolg beim Einsatz. Meiner Mutter war seinerzeit begeistert. Und die Wunden sind ja relativ schnell verheilt.
17.9.07 17:03


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