hab ich zwar schon mal kurz getwittert. da gings aber wohl unter. oder ihr hattet keinen bock auf einen 45 minuten langen schinken. also, wenn ihr grad keine zeit habt, setzt euch ein lesezeichen und schaut es euch später an, aber schaut es euch an. danke.
und "für die abschaffung des follow friday" heisst keinesfalls "für die abschaffung des empfehlens von interessanten twitterern." im gegenteil! es gibt einige gute gründe, weshalb das massenempfehlen an einem einzigen tag komplett kontraproduktiv ist.
1. ich kenne eine ganze reihe twitterer, und da kann ich mich selbst dazu rechnen, die, wenn sie nicht selbst ein paar mal empfohlen werden, am ende des tages mehr follower verloren haben, als neue dazugewonnen. die erklärung ist einfach: kein mensch kann unendlich viele leute lesen. da werden freitags völlig übereilt 3, 4, 5, 6 oder was weiss ich wieviele neue aufgenommen. einfach weil sie von lieblingstwitterern empfohlen wurden und wenn die diese gut finden und sagen, dass man denen folgen müsse, dann tut man das. nun hat man die timeline aber zu voll und man muss ein paar alte wieder entfolgen. zudem werden die "neuen" relativ kurze zeit später auch wieder entfolgt, wenn man dann merkt, dass sie einem doch nicht ganz so gut gefallen, wie dem lieblingstwitterer. (oder dass sie nicht zurückfolgen.)
2. die meisten accounts, die empfohlen werden, kennt man schon. das kommt daher, dass a) jeder, der selbst empfohlen wurde, sich genötigt fühlt, den empfehler zurück zu empfehlen, b) ziemlich oft die "popular people" empfohlen werden, und c) immer alle, die sich mal durch ein twittertreffen schön und lustig gesoffen und/ oder gepoppt haben und sich nun für rl-busenkumpels halten, andauernd gegenseitig empfehlen. dadurch folgt:
3. die wirklich interessanten empfehlungen gehen im meer aus diesem belanglosquatsch gnadenlos unter. leute, die so wenig follower haben, dass sie vielleicht noch gar nie empfohlen wurden, zumindest aber nicht von jemandem, dem man selbst folgt und auch so schnell nicht wieder empfohlen werden, übersieht man beim genervten timelinehochscrollen leicht. Leute, denen die verdiente beachtung, die ihnen unter der woche, wo man die TL auch liest und nicht bloss überfliegt, auch zuteil geworden wäre.
ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt jemandem aufgrund eines #FFs gefolgt bin. vielmehr passiert das über RTs unter der woche. spontane einzelne sind dafür immer gut. 2-3 hintereinander werden noch angeschaut. wenn es aber jemand übertreibt, dann betrachte ich das als spam und blocke dem die retweets.
von mir ist jedenfalls jeder retweet auch eine folgeempfehlung. immer.
wem es ähnlich geht, der darf gerne hierauf verweisen. und wenn es mehr als zwei blogs verlinken, bastel ich einen hübschen "fuck follow friday" button.
"was ist Twitter für dich?" (antwort in max. 140 zeichen)
nachdem diese aktion vor genau 3 monaten auf so viel positives feedback gestossen ist, war schnell klar, das wir das irgendwann mal wiederholen wollen. nun ist es soweit. @DerFloyd war sofort wieder mit am start und hat ebenfalls sehr interessante persönlichkeiten bei sich drüben. also klickt wieder unbedingt auf den link am schluss des beitrages. und klickt auf die bilder oder namen der folgenden leute, um ihnen zu folgen. denn auch diesmal ist das ganze natürlich auch als #FF zu verstehen. entstanden ist nämlich eine weitere wirklich interessante zusammenstellung grossartiger antworten.
meine wär ja:
"twitter ist einfach meine allerliebste zeitverschwendung."
lassen sie sich vom folgenden reisserischen aufhänger bitte nicht abschrecken. es geht nur ganz kurz ums thema löschen. danach wirds allerdings auch nicht interessanter. egal.
accountlöschung - die billigste form der aufmerksamkeitserhascherei.
alle, die ihre accounts löschen, kommen wieder zurück. immer. je nach grund der löschung früher oder später. aber immer. nicht, weil sie sich davon nicht lösen könnten, - sie wollen gar nicht. die einen löschen sich, weil sich ihre followerzahlenentwicklung nicht so gestaltet, wie sie sichs vorgestellt haben. die bleiben dann etwas länger weg. so lange, bis genug mimsen, dass sie vermisst werden. dann kommen sie wieder zurück und schon klappts auch wieder mit den followern. die, die zu viele follower haben, haben halt auch zu viele, die nicht immer der selben meinung sind wie sie, oder zu viele, die es nicht toll finden, dass man tweets klaut. dann muss man natürlich schmollen und sich löschen. die kommen dann natürlich schneller wieder und auch dort freuen sich dann die fanboys und -girls wie blöd. und in beiden fällen wird schon während der abwesenheit über einen diskutiert. die aufmerksamkeit ist gesichert. fifteen minutes of fame. armselig.
wer gehen will, geht. fertig. ohne den account zu löschen. der eine spontan, die andere wohlüberlegt. die einen melden sich ab, die anderen nicht. die einen kommen wieder zurück, die anderen nicht. den einen oder die andere vermisst man, andere nicht.
ich selbst war schon ein paar mal nahe dran, und bin es gerade wieder, mich von diesem twitter zu verabschieden. nicht weil mir irgendwas spezielles nicht mehr passen würde oder so. jeder ist schliesslich für seine timeline selbst verantwortlich und ich finde meine wirklich klasse. nein. irgendwie beschleicht mich immer wieder mal das gefühl, dass man es langsam gesehen hat. es war wahnsinnig interessant und aufregend, so lange es neu war. da geht es mir wie praktisch mit allem. irgendwann verliert es eben seinen reiz. und so wird es passiern, nicht heute oder morgen, nicht in ein, zwei wochen oder monaten, aber irgendwann, dass ich weg bin von twitter.
und dann ist das nicht schlimm. im gegenteil: wäre ich single und hätte ausser dem internet sonst keine hobbys, ich würde viel mehr zeit hier verbringen. bestimmt. ich habe mit leuten geDMt, mit denen würde ich wahrscheinlich auch skypen. ich hätte mehr spass hier. aber ich habe nun mal ein sehr ausgefülltes und tolles leben. arbeite seit drei jahren nur noch 80% damit ich dafür mehr zeit habe. ich geniesse das leben und kann mir nicht vorstellen, meine wertvolle zeit mit so sinnentleertem quatsch wie twitter vorm comp zu verdaddeln. es ist sicher lieb gemeint, wenn sich die leute sorgen machen, dass es mir nicht gut gehe, wenn ich weniger online bin, aber tatsächlich ist das gegenteil der fall. wenn ich nicht online bin, heisst das doch nur, dass ich was besseres zu tun habe. also...
twitter...
twitter. ja, lesen ist okay, aber leben ist wichtiger. "leben statt lesen." hey - das ist ein cooler tweet. den muss ich grad bringen... man sieht sich.
"was ist Twitter für dich?" (antwort in max. 140 zeichen)
keine ahnung mehr, wie ich auf die idee kam, aber ich fand und finde sie ganz spannend. ich habe sie kurz beim @DerFloyd erwähnt und der fand sie so gut, dass er direkt mitgemacht hat. beachtet also auch unbedingt den link am schluss des beitrages. und hey - klickt auf die bilder oder namen der folgenden leute, um ihnen zu folgen. das ganze ist natürlich auch als unbedingter #FF zu verstehen. entstanden ist nämlich eine wirklich interessante zusammenstellung wunderbarer antworten.
jafa: genau. es gibt ja auch in unserer ecke immer noch verschiedene arten, twitter zu nutzen. schau nur mal uns beide an. derweil ich mit tiefschürfender sozialkritik und anspruchsvollen intellektuellen-tweets eine kleine aber sehr feine elite bediene und mit meinen knapp 450 followern immer noch independent bin, wirst du mit stammtischsprüchen und prost-tweets immer grösser und holst als teil des mainstream die breite masse ab. bei twitter hat's eben für alle platz...
floyd: Ja. Du hast Recht. Ich bilde mir da auch richtig was drauf ein! Ich habe seit dem Fame einen viel längeren Penis und habe mir außerdem diese fancy Lenkerfransen an mein Fahrrad gedübelt damit ich auch im Real Life representen kann. Ich bin die Twitter-Nutte. Euer Alptraum. Immer auf der Suche nach Sternen und Retweets. Wer mir replied wird geblockt. Wer mich als schlecht bezeichnet, wird als Spam gemeldet. Auf der Straße schreibe ich Autogramme nur auf Brüste, weil ich ein Arschloch bin und weil ich es kann! Nein. Mal im Ernst. Dass meine Tweetqualität an so manch anderen kreativen Kopf nicht heranreicht, habe ich nie bestritten. Das unterscheidet mich zumindest schon einmal von so manch Anderen. Ohne dass ich jetzt die "Elite"-Diskussion noch mal aufmachen will, sage ich dennoch: Ich sehe mich eigentlich nicht in dieser Riege (obwohl Elite auch nicht zwangsläufig eine Beleidigung sein muss). Ich habe vielleicht mehr Follower, aber Mainstream geht mir zu weit. Was kritische oder nennen wir es zynisch-satirische Kommentare zum "Twitter-Leben" angeht, halte ich mich jedenfalls nie zurück, auch wenn ich damit dem ein oder anderen mal auf die Füße pinkeln sollte. Ich habe auf Twitter einfach meinen Spaß. Wenn das den Leuten gefällt, kann ich doch nichts dafür. Das ist eher negativ für diejenigen, die sich diesen Schund antun. Daraus mache ich keinen Hehl.
jafa: ach, du lässt dich einfach nicht einfach provozieren. ich sehe das ähnlich. ich schreib einfach worauf ich grad bock habe. wie wenn ich keine follower hätte. wenn mein zeug dann anderen auch noch gefällt freut mich das natürlich. ich bin ja oft ziemlich böse und greife leser ja manchmal auch indirekt an. da gibt es schon tweets, da weiss ich, beim klicken des senden-buttons, dass sie entfolgungen nach sich ziehen werden. aber es nervt mich schon, wenn man mir folgt ohne erst in mein profil geschaut und andere tweets ausser die bei favstar gelesen zu haben.
floyd: Ich lasse mich nicht von DIR provozieren. Das ist ist der Unterschied. Aber wir sind uns ja einig. Man sollte Twitter ohnehin eben so nutzen wie man das will. Natürlich freut man sich, wenn man für einen Tweet, der Einem besonders wichtig ist auch mal den ein oder anderen Fav bekommt, aber eine Motivation nur daraufhin zu arbeiten sollte das Sterneprinzip natürlich nicht sein. Insofern kann das ganze Fav-Geschacher auch hinderlich sein. Stell dir zum Beispiel einen Tweet von dir vor, den du besonders magst, über den du nachgedacht hast oder, für den du dir besonders Mühe gegeben hast, und am Ende bekommt der wenig Favs. Ach, was rede ich.. Das kennst du ja.
jafa: ja. bei mir bekommen die, die ich selbst super find, meistens die wenigsten sterne. ich habe das übrigens früher schon mal auf twitter selbst geschrieben: ich bin der festen überzeugung, dass twitter interessanter wäre, ohne für andere einsehbare followerzahlen und vor allem ohne favstar. aber eh schnurz. hey -fürs nächste mal sollten wir uns vielleicht ein thema aussuchen, zu dem wir unterschiedliche ansichten haben. das war ja ziemlich brav hier...
floyd: Kann ich doch nichts dafür, dass du Idiot die gleichen Ansichten hast wie ich. Damit musst DU ja klar kommen. Ich sehe das als Gedankenaustausch und ja, wir wiederholen das. Wir haben ja sonst kein Leben. Tschüß!